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Verbrauchertelegramm Juni 2002

Mitteilungsblatt der Verbraucherzentrale Südtirol

Elektrosmog 1: Handys und Antennen gefährlich

Die zwei Veranstaltungen zum Thema Elektrosmog, die Anfang Mai in Bozen stattfanden, haben es klar belegt: Die Strahlung aus Handys und Mobilfunkantennen gefährdet die Gesundheit von Mensch und Tier. Besonders Kinder, so die Ärzte und Wissenschaftler auf der Tagung, sind empfindlich gegenüber der Strahlung. Durch langes Telefonieren wird die Blut-Hirn-Schranke im Gehirn geschädigt, durch das Tragen von eingeschalteten Handys in Hosentaschen werden die Hoden geschädigt, durch das Verschicken von SMS unter der Schulbank gelangt die Strahlung in den empfindlichen Beckenbereich. Auf der Tagung wurde deshalb ein strenges Handyverbot in den Schulen gefordert, sowie ein Verbot von Handywerbung, die sich an Kinder wendet.

Elektrosmog 2: Netzwerk gegründet

Die Belastung durch Strahlung von Mobilfunkantennen wird von immer mehr BürgerInnen als störend empfunden. BürgerInnen und Bürgerinitiativen, welche gegen solche Mobilfunkantennen kämpfen, haben sich deshalb am Rande der Bozner Tagung zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, welches sich "Bürgerwelle Südtirol" nennt, in Anlehnung an die gleichnamigen europaweit operierenden Vereine. Die Verbraucherzentrale sieht sich als Plattform für diese Initiative. Die "Bürgerwelle" ist jeden ersten Freitag im Monat von 16 bis 18 Uhr telefonisch unter 0471 97 55 97 zu erreichen. Zum selben Termin werden auch Sprechstunden abgehalten. Ansprechpartner ist das Ehepaar Kramer aus Montan.

Auto 1: Falsche Strafmandate

Jetzt hat die Welle der "falschen Strafmandate" auch Südtirol erreicht. Die Betroffenen erhalten in der Regel nicht nur ein solches Mandat, sondern oft mehrere. Die Verbraucherzentrale rät dringend dazu, gegen diese Strafmandate umgehendst Rekurs einzulegen. In der VZS liegt ein entsprechender Musterbrief auf. Wer allerdings mehr als ein Strafmandat bekommt, muss damit rechnen, dass sich das ungute Spiel auch in der Zukunft wiederholt, da seine Kennnummer widerrechtlich von einem Autofahrer verwendet wird, der sich nicht um den Straßenverkehrskodex schert. In diesem Fall ist zu überlegen, die Kennnummer zurückzugeben und eine neue anzufordern. Infos erteilt die VZS.

Auto 2: Wenn das Auto in die Werkstatt muss

Früher oder später muss jedes Auto einmal in die Werkstatt. Dabei kann es schon vorkommen, dass es zwischen Autobesitzer und Mechaniker zu Meinungsverschiedenheiten über das Ausmaß der ausgetauschten Teile, über nicht bestellte Arbeiten oder über zu hohe Rechnungen kommt. Bei den in der VZ aktenkundigen Fällen geht es hauptsächlich um:

  • überteuerte Rechnungen
  • Verrechnungen von nicht verlangten Arbeiten
  • überzogene Preise für Ersatzteile/Arbeit
  • Schäden, die repariert werden, aber nach kurzer Zeit wieder auftreten
  • fehlende Transparenz und Information von seiten der Werkstattbetreiber.

Ein Infoblatt der VZS gibt jetzt Auskunft über die Pflichten der Kfz-Werkstätten und über die Rechte ihrer KundInnen. Das Infoblatt gibt es auch unter www.verbraucherzentrale.it.

Immobilen: Teure Makler

Mit Klagen über hohe Vermittlungsgebühren von Immobilienbüros und über die nicht transparente Handhabung von Honorarforderungen muss sich die Verbraucherzentrale immer häufiger auseinandersetzen. Die Betroffenen beklagen sich darüber, dass sie Honorarforderungen erhalten, ohne dass das Immobilienbüro eine Vermittlungsleistung erbracht hätte. Andere beklagen sich darüber, dass niemand sie darüber aufgeklärt hat, dass auch schon die bloße Informationsnachfrage kostenpflichtig verrechnet wird. Die KonsumentInnen weigern sich in der Regel zu akzeptieren, dass ein Immobilienmakler auch dann Vermittlungsgebühr verlangen kann, wenn er allgemeine Informationen zu einem Objekt gibt, oder wenn er einen Interessierten zur Besichtigung eines Objektes führt. Die gesetzlichen Vorgaben zum „Recht auf Vermittlungsgebühr“ sind in der Tat sehr komplex. Mit einem Infoblatt versucht die VZS jetzt, die Verhaltensregeln im Umgang mit Immobilienbüros zu beleuchten. Die Information ist als Faltblatt in der VZS erhältlich und über die Homepage unter www.verbraucherzentrale.it.

Fitness: Geräte oder Übungen?

Ein strammer Bauch ist - nicht nur aber auch - eine Frage der Ästhetik. Aber sind auf dem Weg zum flachen Bauch unbedingt aufwendige Geräte notwendig oder sind die klassischen Bodenübungen effizienter? Auf der Homepage der Verbraucherzentrale gibt es Tipps all jene, welche ohne teure Fitnessgeräte zu strammen Bauchmuskeln kommen möchten (www.verbraucherzentrale.it).

Termin

Am 9. Juni ist BOZNER RADTAG 2002!

Homepage des Monats

Während offizielle Stellen sich über die Einschätzung von Schäden durch Elektrosmog noch immer nicht festlegen, verweisen Wissenschaftler und Ärzte auf eindeutige Studien. Mehr dazu erfährt man unter: www.salzburg.gv.at/celltower und unter www.elettrosmog.org.