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Verbrauchertelegramm Mai 2002

Mitteilungsblatt der Verbraucherzentrale Südtirol

Geld: Beobachtungsstelle für Kontokorrentdienste

Keine guten Nachrichten für InhaberInnen von Kontokorrentkonten: Es bestätigt sich zunehmend, dass sich Geld auf dem Konto nicht bezahlt macht. Ja noch schlimmer: für den Kontokorrentdienst muß man auch noch kräftig bezahlen. Das hat der neue Vergleich jener Kontokorrentdienste ergeben, welche derzeit in Südtirol angeboten werden - soweit die Daten verfügbar waren, muß man anmerken, denn einige wichtige Geldinstitute haben sich geweigert, die angeforderten Daten zu liefern. Wer wissen will, wo er sein Geld am kostengünstigen anlegen kann , bzw. wie viel er für sein Kontokorrent bereits an Spesen bezahlt, holt sich am besten die große Vergleichstabelle der VZS. Sie ist auch über die Homepage abrufbar unter der Adresse:www.verbraucherzentrale.it

Geld 2: Hände weg von privaten Kreditvermittlern

Nachdem sich die Fälle von verzweifelten KonsumentInnen häufen, die sich auf private Kreditvermittler eingelassen haben und die sich hinterher mit unverschämt hohen Rückzahlungsforderungen konfrontiert sehen, warnt die VZS zum wiederholten Male davor, sich Geld von privaten Firmen zu leihen oder vermitteln zu lassen. Verträge sollten immer zuerst von einem Fachmann durchgesehen werden. Mißtrauisch muss man spätestens dann werden, wenn für den Vertrag zwei Unterschriften verlangt werden, nicht selten unterschreibt man mit der zweiten Unterschrift auch gleich einen Vertrag für eine Lebensversicherung!

Werbung 1: Geschäfte über Telefon

Die VZS kritisiert Geschäftsanbahnungen am Telefon, so wie sie derzeit u.a. auch von der Telecom praktiziert werden. "Diese Art, Produkte an die KonsumentInnen zu bringen, ist unseriös", schreibt die VZ in einer Aussendung und sie verlangt für Telefonverkäufe ein gesetzliches Verbot, so wie es in anderen Ländern bereits im Telekommunikationsgesetz vorgesehen ist. "Die ungebeten Telefonwerbung ist ein Eingriff in die Privatsphäre" schreibt die VZ weiter. Der oder die Angerufene werde durch den Anruf belästigt und oft durch die überfallsartige Situation zu Kaufentschlüssen gedrängt. Die VZ empfiehlt jedenfalls, ungebeten Gespräche sofort zu beenden und im Sinne des Datenschutzgesetzes die Löschung der Daten zu verlangen.

Werbung 2: Einkaufsfalle Supermarkt ...

so nennt sich ein druckfrisches Infoblatt der VZS. Es deckt die Psychotricks der Supermarktbetreiber auf, denen KonsumentInnen regelmäßig auf den Leim gehen. Wer aber einmal weiß, warum der Kaffee so weit vom Zucker entfernt und dass die kostengünstigen Marken immer ganz unten im Regal stehen, ist gefeit und kann den Fallen im Supermarkt entkommen. Das Infoblatt gibt's in der VZS, beim Verbrauchermobil und auf der Homepage der VZS unter www.verbraucherzentrale.it

Sanität: Kein Ticket ohne Qualitätssprung!

Tickets für Leistungen im Sanitätsbereich sind erst dann und nur dort gerechtfertigt, so die VZS in einem Offenen Brief, wo auch die Qualität der Leistungen gesteigert wird. Die Leistungen und die medizinische Treffsicherheit müssen im Vordergrund stehen. Daher fordert die VZS angesichts der Finanzierungsschwierigkeiten eine genaue, von unabhängigen Experten durchgeführte Kosten- und Qualitätsanalyse. Erst dann könne überhaupt über zusätzliche Kostenbeteiligungen durch die BürgerInnen diskutiert werden.

Termin 1: Aktionstage Elektrosmog

Diesem Thema widmet sich die VZS in der 2. Maiwoche. Am Mittwoch, 8. Mai gibt es um 15,30 Uhr im Bozner Kolpinghaus einen Infonachmittag für Bürgerinitiativen und Interessierte: Referentinnen sind Rechtsanwältin Marcella Pirrone aus Bozen, sie betreut die VZS in Rechtsfragen zum Elektrosmog, sowie Dipl. Ing. Ingrid Grubauer aus Graz, Vertreterin der Bürgerwelle Österreich. Am Samstag, 10. Mai um 20 Uhr gibt es im Pfarrheim, Bozen eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit Experten aus Deutschland, Österreich und Italien. Interessierte sind zu beiden Veranstaltungen.

Termin 2: Europatag

Ein ganzer Tag im Zeichen des europ. Binnenmarktes findet am 9.05.02 in Bozen statt. Hauptschauplatz ist der Waltherplatz, mit Infoständen, Spielen und verschiedenen Veranstaltungen wird der europ. Markt dem interessierten Publikum näher gebracht. Nähere Info siehe Homepage www.verbraucherzentrale.it

Termin 3: Neues Gewährleistungsrecht

"Mangelhafte Waren: Wer haftet?" Unter diesem Titel steht das 6. Studienseminar zum Verbraucherschutz, welches vom Amt für Kabinettsangelegenheiten der Südtiroler Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale und dem Europäischen Verbraucherzentrum veranstaltet wird. Inhalt der Tagung sind "die neuen Gewährleistungsrechte der VerbraucherInnen im europäischen Vergleich". Die Tagung findet am 14.05. 02 ab 9.30 Uhr im Innenhofsaal des Landhauses I in Bozen statt und ist für Interessierte offen.

Homepage des Monats

Infos und Hintergrundwissen zum Thema Konsum liefert eine Homepage, die besonders für LehrerInnen gemacht ist. Fachinformationen werden ins Verhältnis zu typischem Konsumverhalten gesetzt, ein Angebot für eine inhaltliche Orientierung und Vertiefung mit Ideen zur methodischen Umsetzung im Unterricht im "Methodenkoffer". Geeignet auch für den Zweit- und Fremdsprachenunterricht, sowie für den Fächer übergreifenden Unterricht. www.verbraucherbildung.de