NewsletterWenn Sie im KonsumentInnenschutz auf dem Laufenden sein wollen, abonnieren Sie kostenlos das Verbrauchertelegramm als Newsletter.Verbrauchertelegramm April 2006Mitteilungsblatt der Verbraucherzentrale SüdtirolBeilage zur April-Ausgabe Nr. 23 TelefonOhne ausdrückliches Einverständnis der Betroffenen dürfen Telefongesellschaften keine Extradienste aktivieren (Garant für die Privacy 16.02.2006) Auch die Verkaufsanrufe dürfen nur mit ausdrücklichem Einverständnis der Betroffenen stattfinden. Die Angestellten der Call-Center müssen den Angerufenen erklären, woher sie deren Daten haben. Außerdem müssen sie registrieren und respektieren, wenn jemand keine derartigen Anrufe mehr erlaubt und wenn der Gebrauch der Daten untersagt wird.Schlank und krankDie Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale warnt eindringlich vor Diäten und teuren Schlankmachern. Die VerbraucherInnen sollen sich nicht von unhaltbaren Werbesprüchen ködern lassen. Vielfach sind die KonsumentInnen unbelehrbar und werden zur leichten Beute von Geschäftemachern. Auf der Strecke bleibt nicht nur die Geldtasche, sondern manchmal auch die Gesundheit.Radar ohne EichungDas Eichamt der Bozner Handelskammer hat mit einem Rundschreiben an Straßenpolizei, Carabinieri und alle Gemeinden Südtirols darauf hingewiesen, dass die zur Zeit eingesetzten "Radarfallen" ungesetzlich sind und zwecks weiterem Einsatz nach den nationalen Normen geeicht werden müssen. Die Verbraucherzentrale hatte mit einer Eingabe am 28. Februar 2006 die Kontrolle und Beschlagnahme der umstrittenen "Radarfalle" auf der Mebo in Forst/Algund im Interesse der Rechtssicherheit verlangt.Strafzettel kleingedrucktDer Hinweis auf die Pflicht, den Lenker des Fahrzeugs bekanntzugeben steht bei vielen Strafzetteln im Kleingedruckten und wird häufig übersehen, was zu drakonischen Geldstrafen führt. Der Hinweis sollte am besten auf einem Zusatzblatt in großen fettgedruckten Buchstaben stehen, fordert die VZS in einem offenen Brief.Goldenes OKDen KonsumentInnenpreis "Goldenes OK" erhält in diesem Jahr Luciano Clementi, der Initiator der Bozner Konsumgenossenschaft Koncoop, die seit 28. März am Bozner Boden eine Verkaufsstelle eröffnet hat.PendlertagebuchDas Tagebuch eines Brunecker Pendlers liefert den Beweis für die chronischen Verspätungen bei Trenitalia: umgerechnet 14 Tage hat der Pendler wartend in Franzensfeste auf dem Bahnhof verbracht. Jetzt überlegt man in der VZS, von der Bahn Schadenersatz zu fordern.Pishing-VersuchDie Verbraucherschützerin erinnert daran, dass man niemals auf E-Mails antworten soll, in denen persönliche Daten, wie Namen, Passwörter, Nummerncodes, Kontonummern usw. abgefragt werden. Seriöse Gesellschaften fragen derlei Daten niemals auf dem Weg der elektronischen Datenübermittlung ab. Derzeit ist ein gefälschtes E-Mail von Poste Italiane im Umlauf.Argentinien BondDie Task Force Argentina (Tfa), jene Einrichtung also, welche von den Banken installiert wurde, hat in Sachen Argentinien Bond einen Rekurs gegen den Staat Argentinien vor einem internationalen Schiedsgericht (Icsid) angekündigt. Wahrscheinlich werden die Banken ihre betroffenen KundInnen in den nächsten Tagen auffordern, sich diesem Rekurs anzuschließen. Die Verbraucherzentrale ruft die KonsumentInnen auf, sich über die Teilnahme am Rekurs zu informieren und diesen Schritt gut zu überlegen.PatientInnenrechteWer sich im Krankenhaus einer Behandlung unterzieht, muss über Risiken und über mögliche Komplikationen informiert werden. Unterlässt ein Arzt diese Pflicht, kann er – auch im Falle einer korrekten Durchführung der Behandlung (!) – für Folgeschäden haftbar gemacht werden. Diesen Grundsatz legt das Kassationsgericht fest. Die Zustimmung für eine bestimmte Behandlung entbindet das Pflegepersonal - bei korrekter Anwendung der gängigen Behandlungsmethoden - nur dann von der Haftung eventueller Folgeschäden, wenn es eine so genannte informierte Zustimmung war (consenso informato).Neuer VorsitzenderDie Verbraucherzentrale Südtirol hat einen neuen Vorsitzenden: Fabio Degaudenz. Er stammt aus Algund, ist 55 Jahre alt und seit zehn Jahren Gewerkschafter im Bereich Banken und Versicherungen. Der neue Vorsitzende wies angesichts der immer undurchschaubareren Mechanismen im Waren- und Dienstleistungsmarkt auf die Bedeutung einer unabhängigen Verbraucherberatung und Verbraucherinformation hin. Besondere Bedeutung misst er der Verbraucherbildung der Jugend zu. "Ziel muss es sein", so der neue Vorsitzende, "dass die Jugendlichen zu einem nachhaltigen Konsumverhalten erzogen werden".NEU!Die SteuerzahlerInnen können ab dem Steuerjahr 2005 erstmals neben den 8 Promille für wohltätige Zwecke auch 5 Promille der Einkommenssteuer für Organisationen für die Förderung des Sozialwesens bestimmen, wozu auch die Verbraucherzentrale zählt. Dieser Betrag wird vom ohnehin geschuldeten Steuerbetrag abgeführt und erzeugt keine Mehrkosten. Es reicht die Unterschrift auf dem entsprechenden Feld im Steuervordruck CUD, 730 oder UNICO sowie die Angabe der Steuernummer der Verbraucherzentrale: 94047520211 |
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