Holzpellets – Brennstoff der Zukunft?!Was sind Holzpellets?Holzpellets sind zylindrische Presslinge, welche aus naturbelassenen Holzresten, wie z.B. Hobel- und Sägespänen bestehen. Holzpellets sind ca. 5 bis 40 Millimeter lang und haben einen Durchmesser von 4 bzw. 10 Millimeter. Durch ihre kompakte Form lassen sie sich mittels Tankwagen zum Endverbraucher liefern.Ihr Heizwert beträgt ca. 4,9 Kilowattstunden pro Kilogramm. Somit entspricht ein Kilogramm Pellets ungefähr einem halben Liter Heizöl bzw. einem halben Kubikmeter Erdgas. Auf gute Qualität achten – schlechte Pellets blockieren den KesselWichtig ist es, auf die Qualität der Pellets zu achten. Werden Ö-Norm bzw. DIN geprüfte Pellets verwendet, so ist dies eine positive Aussage über die Qualität und die Inhaltsstoffe. Seit 2002 gibt es zusätzlich das Zertifikat DIN plus, welches die österreichische und deutsche Norm vereint und eine hohe Pellets-Qualität garantiert.Geprüfte Pellets sind frei von chemisch-synthetischen Bindemitteln bzw. vollkommen bindemittelfrei, weisen nur eine geringe Restfeuchte (10-12%) und einen minimalen Staubanteil auf. Eine schlechte Pellets-Qualität erhöht den Verbrauch und somit die Heizkosten, den Aschenanteil und im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Blockade des Kessels kommen. Um also problemlos mit Pellets heizen zu können, sollte auf jeden Fall auf Qualitätsware zurückgegriffen werden. VerwendungszweckMit einer zentralen, vollautomatischen Holzpelletsheizung wird Wärme für die Heizung und für das benötigte Warmwasser produziert. Die Pelletsheizungen bieten inzwischen denselben Komfort wie Öl- oder Gasheizungen. Der Mehraufwand liegt im Entleeren des Aschebehälters.Eine weitere Möglichkeit der Pelletsnutzung sind so genannte dezentrale Pelletsanlagen (Einzelöfen für den Wohnbereich) oder die Verwendung von speziellen Ofeneinsätzen für Kamin- oder Kachelöfen. FunktionsweiseBei einer zentralen, vollautomatischen Holzpelletsanlage erfolgt die Brennstoffzufuhr aus dem Lagerraum zur Feuerstätte (Kessel) meistens mittels Saugsystem oder Förderschnecke. Das Lager, welches sich in einem separaten Raum oder in einem Tank befindet, kann mittels Tankwagen mit Pellets gefüllt werden.Die Pelletsanlage kann problemlos auch mit einer Solaranlage kombiniert werden. PreisvorteilDie Holzpellets stellen eine kostengünstige Alternative zu den fossilen Brennstoffen Öl oder Gas dar. Die Anschaffungskosten der Anlage liegen jedoch etwas höher als bei Öl- oder Gasanlagen (siehe Infoblatt "Heizanlagen im Vergleich".Die Preise für die Pellets können je nach Jahreszeit und Anbieter variieren, daher ist es angebracht, sich vor der Pelletslieferung bei den verschiedenen Anbietern nach den Preisen zu erkundigen. Informieren sie sich auch über zusätzliche Kosten, wie Transportkosten und dergleichen. Die Pellets können auch als Sackware erworben werden, welche jedoch im Normalfall teurer sind, als die lose Ware. Ökologische VorteileBei der Verbrennung von Holz und somit auch bei Pellets wird jene Menge an CO² freigesetzt, welche der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat und bei der Verrottung im Wald freisetzten würde. Aus diesem Grund kann man von einer CO²-neutralen Verbrennung sprechen.FörderungenDer Einbau von Pelletsanlagen wird von Seiten des Landes mit einem Beitrag von bis zu 30% (auf die anerkannten Nettokosten) bezuschusst. Weitere Infos erhalten Sie beim Amt für Energieeinsparung oder auf der Internetseite der Provinz.Weiters wird der Austausch der alten Heizanlage mit 55% (Sanierung zur Energietechnischen Optimierung) oder mit 36% Steuerreduzierung bezuschusst. Weitere Informationen sind im Infoblatt "Förderugen im Baubereich" enthalten. Weitere Infos:www.verbraucherzentrale.itwww.propellets.at/cms/cms.php Infoblatt: WA73 Stand: 03/2011 |
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