Holz als heimischer Brennstoff

Seit der Entdeckung des Feuers war Holz über viele Jahrtausende der einzige Brennstoff. Erst in den letzten 150 Jahren haben die fossilen Energieträger, wie Öl, Gas, Kohle und dergleichen Holz als Energieträger zunehmend verdrängt.

In letzter Zeit u.a. bedingt durch die ständig steigenden Brennstoffpreise der fossilen Energieträger und die Ressourcenknappheit derselben, kam dem Brennstoff Holz wieder eine wichtigere Bedeutung zu. Nicht zuletzt durch die verbesserten Heizkessel und die komfortableren Nutzungsmöglichkeiten wird die Verwendung des Holzes als Brennstoff immer interessanter. Ob in Form von Stückholz, Hackgut oder Pellets, je nach Komfortansprüchen und Größe der Heizanlage ist der eine oder andere Energieträger interessanter.

CO2-neutrale Verbrennung

Bei einer nachhaltigen Holzwirtschaft, also bei einem Gleichgewicht zwischen Holzanbau und Holznutzung wird der Kohlendioxid-Kreislauf geschlossen. Das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 wird durch das Wachstum des Holzes gebunden. Nicht zu vergessen ist ebenso, dass bei der Verrottung des Holzes im Wald, ebenso CO2 freigesetzt würde.

Regionale Verfügbarkeit

Eine Energieversorgung durch heimische Biomasse bedeutet die Stärkung der regionalen Wirtschaft (das Geld bleibt im Land) und die Unabhängigkeit von ausländischen Energien. Leider wird dies bedingt durch die günstigen Importe vielfach eingeschränkt.

Wie heize ich richtig?

Ob Stückholzvergaserkessel (Anlage im Heizraum), Hackschnitzelanlage, Holzherd in der Küche oder Bauernofen, es sollte stets nur trockenes Holz, mit einer maximalen Restfeuchte von unter 20% (Lagerungszeit ca. 2 Jahre) verbrannt werden. Systeme, welche nicht über eine automatische Zündung und Luftzufuhr verfügen müssen richtig befeuert werden, d.h. mit kleinem Holz die größeren Holzstücke in Brand setzen. Wird bei der Verbrennung zu viel oder zu wenig Luft zugeführt, so verfärbt sich die Flamme. Erst wenn aus den Holzteilen Glut entstanden ist, sollte die Luftzufuhr geschlossen werden.

Der Holzofen darf auf keinen Fall als Müllschlucker missbraucht werden. Dies schädigt nicht nur die Umwelt, sonder trägt auch zu einer schnelleren Verschmutzung der Anlage bei. Dies führt zu vermehrten Reinigungskosten und erhöht das Risiko eines Kaminbrandes.


Regelmäßige Reinigung

Dazu zählt in erster Linie die regelmäßige Aschenentleerung.

Aber auch die Reinigung durch den Kaminkehrer sollte regelmäßig erfolgen, um eine optimale Verbrennung zu garantieren und einem Kaminbrand vorzubeugen.
Die Reinigungsfristen sind im Infoblatt „Kaminkehrer“ enthalten.


Unsere größte derzeitige “Energiequelle” ist und bleibt die Energieeinsparung, auch der umweltfreundlichste Energieträger kann da nicht mithalten!


Weitere Infos:

www.verbraucherzentrale.it

Infoblatt WA119 - Stand: 12/2008