Versicherungen: Abänderung des Bersani-Gesetzes

Verbraucher und Agenten
gehen gemeinsam auf die Barrikaden!


Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) und die Vereinigung der Versicherungsagenten (SNA Bozen) starten eine gemeinsame Initiative im Interesse der Verbraucher und luden zur Pressekonferenz.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht das klare „NEIN“ beider Seiten gegen die Pläne der Regierung das Bersani Gesetz abzuändern. Dieses Gesetz hatte wesentliche Neuerungen und Vorteile im Versicherungswesen gebracht.

Im Detail handelt es sich um ein ganzes Bündel von Maßnahmen, das die Liberalisierung auf dem Versicherungsmarkt vorangetrieben hatte. Im speziellen bangen Verbraucherschützer und Agentenvereinigung um zwei Regelungen: jene zum sogenannten „Plurimandat“ und jene zur Kündigung von Mehrjahresverträgen.

Sollten diese Änderungen wirklich durch geführt werden, könnten Agenten in Zukunft wieder nur Produkte einer Versicherungsgesellschaft anbieten. Mehrjahresverträge hingegen könnten anstatt jährlich, wieder erst nach 5 Jahren gekündigt werden.

„Auf diese Weise gehen alle Vorteile eines konkurrenzfähigen, offenen und europäischen Marktes verloren.“ sagt der Präsident der Vereinigung der Versicherungsagenten, Mario Pedrett.

„Sollten diese Änderungen vorgenommen werden,“ meint Walther Andreaus, Geschäftsführer der VZS, „wäre dies insgesamt ein Rückschritt und eine typisch italienische Anomalie. Das Vertrauen der Konsumenten in den Versicherungsmarkt würde ein weiteres Mal erschüttert, das Chaos wäre vorprogrammiert und ein weiterer Imageverlust Italiens in Europa ebenso.“


Presse-Information, 18.03.2009