Arbeitsgruppe

“PRO STEVIA ITALIEN”


Eisdiele Avalon – Bozen, Freiheitsstraße 44

Verbraucherzentrale Südtirol – Bozen, Zwölfmalgreinerstr. 2


Mitglied von PRO STEVIA SCHWEIZ – CH 3000 Bern 23, PF

WAS IST STEVIA ?

Es handelt sich um eine Pflanze, die 1887 vom Tessiner Botaniker Moises Bertoni, am Rande eines Sumpfgebietes im westlichen Paraguay entdeckt wurde. Im Jahre 1905 erhielt sie den offiziellen Namen Stevia. Die Guaranì, ein Volksstamm in Südamerika, verwenden diese Pflanze bereits seit Jahrhunderten als Süßungsmittel für ihre Speisen und Getränke.
Die Besonderheit dieser Pflanze besteht darin, dass ihre Blätter eine extrem süßende Wirkung entfalten. Aus den getrockneten Blättern kann das Steviosid gewonnen werden, ein Pulver, das weiß wie Zucker ist, aber einen dreihundertmal höheren Süßungsgrad hat.
Stevia enthält im Unterschied zum Zucker keine Energie. Stevia beugt sogar Karies vor, reguliert den Blutzucker und den Blutdruck.

DIE AKTUELLE SITUATION

Stevia wird heute vor allem in Asien verwendet, und deckt dort als Zuckerersatzstoff zu 75% den Markt ab. Stevia wird ebenfalls in Japan verwendet, z.B. als Zusatz zu Coca Cola light, sowie in den Vereinigten Staaten, wo wenigstens 20 diätetische Produkte auf dem Markt sind, die mit Stevia gesüßt sind.

UND IN EUROPA?

Auf Grund der EU-Richtlinie Nr. 258/97 muss jedes neue Nahrungsmittel, das auf den Markt kommen soll, die Zertifizierung als „Novel food“ erhalten. In bezug auf Stevia haben die zuständigen europäischen Behörden bis heute alle Anträge zur Zertifizierung abgelehnt. Begründet wurde dies damit, dass die Nicht- Toxizität der Pflanze nicht hinreichend bewiesen ist.
Die EU hat in den Jahren 1998 bis 2002 in Südspanien ein Projekt unter der Leitung von Dr. Udo Kienle aus Stuttgart finanziert, mit dem Ziel, die Anpflanzungsmethoden von Stevia zu optimieren. Bis heute wurden allerdings dazu keine Ergebnisse veröffentlicht.

WARUM?

Ein neues Nahrungsmittel in den Markt einzuführen, ist an und für sich kein einfaches Unterfangen. Im Fall von Stevia kommt noch dazu, dass diese Pflanze ohne Zweifel eine mächtige Konkurrenz zu den Zuckeraustauschstoffen darstellt. Die multinationalen Konzerne haben deshalb keinerlei Interesse, Stevia auf den Markt zu bringen.
In Japan durchgeführten Studien belegen, dass Stevia keine toxischen Inhaltsstoffe enthält. Eine einzige Studie der Universität Illinois (Pezzuto, Chicago) aus dem Jahr 1984 hingegen, schließt das Vorhandensein von toxischen Elementen nicht aus, und gerade diese Studie wird oft von Stevia-Gegnern zitiert.
Weitere Wissenschaftler, beispielsweise jene der Universität Sussex (Brighton), verfügen wiederum über Kenntnisse, die dafür sprechen, dass der Stevia-Süßstoff ohne Probleme in unsere Lebensmittelpalette aufgenommen werden könnte. Auch Dr. Daniel Mowrey, Direktor der „American Phytotherapie Research Laboratory“, unterstreicht, dass es nur wenige Substanzen gibt, deren Untersuchungen eine solch absolute Giftfreiheit ergeben haben.

DIE SÜDTIROLER ARBEITSGRUPPE

hat sich zum Ziel gesetzt, völlig unabhängig über Stevia zu informieren. Dabei wird mit Behörden und Gruppen zusammengearbeitet, die sich europaweit dafür einsetzten, dass Stevia die notwendigen Zertifizierungen erhält um als Lebensmittel verwendet werden zu dürfen.

HABEN SIE LUST AUF STEVIA?

Heute ist es in der EU jedem erlaubt, Stevia anzubauen. Nicht erlaubt ist es aber, das Produkt aus den Stevia-Blättern zu verkaufen. Dieses Produkt ist jedoch in der Schweiz erhältlich. In anderen Ländern, wie in Deutschland, wird es bereits als Kosmetik-Produkt gehandelt, allerdings mit dem Verweis, dass es als Lebensmittel nicht geeignet ist.


STEVIA IM INTERNET

Hier nur einige von vielen Adressen:

www.cibo360.it
www.prostevia.ch
www.freestevia.de
www.stevia.net
www.medherbs.de


Veröffentlicht am: 19.10.2006